Zwerg New Hampshire

– Die beliebteste Zwerghuhn-Rasse der Deutschen –

Steckbrief: Zwerg New Hampshire

Gewicht: 1000 g Henne, 1100 g Hahn
Legeleistung: 140 Eier
Eiergewicht: ca. 40 g
Eierschalenfarbe: braun
Farbschläge: weiß, goldbraun, blau-goldbraun
Eigenschaften: wetterfest, ruhig, unkompliziert

Herkunft

Die große Rasse New Hampshire stammt aus den USA. Daraus wurde später in Deutschland die Zwergrasse erzüchtet. Dies geschah durch das Einkreuzen von Zwerg-Wyandotten, Zwerg-Welsumer und Antwerpener Bartzwergen.

Die Zwergrasse wurde erstmals im Jahr 1961 in Deutschland und den USA anerkannt.

Äußere Merkmale

Der Körperbau wirkt kompakt mit einer breiten Brust. Die gelben Läufe sind mittelhoch und ihr Rücken ist leicht durchgebogen. Als charakteristisch gilt ihre absolute waagerechte Körperhaltung.

Charakter

Zwerg-New Hampshire ist eine ruhige und widerstandsfähige Rasse. Die Tiere kommen auch mit schlechten Wetterverhältnissen gut zurecht und sind in ihrem Wesen unkompliziert und liebenswert, was sie gerade auch für Anfänger so beliebt macht. Sie gewöhnen sich schnell an ihre Halter und suchen gerne ihre Nähe. Darüber hinaus freuen sie sich über tägliche Streicheleinheiten, was aber nicht bei jedem Huhn gleichermaßen beliebt ist.

Haltung

Obwohl Zwerg-New Hampshire als wetterfest gelten, freuen sie sich über einen trockenen Stall, in den sie sich bei Bedarf zurückziehen können. Sie sind gesellige Tiere, die untereinander gut auskommen. Als Zierhuhn für den Garten ist eine Gruppe von vier bis fünf Tieren optimal.

Da diese Rasse durchaus flugfreudig sein kann, wenn das Huhn erst einmal die große Freiheit jenseits des Gartenzaunes erfahren hat, ist eine Umzäunung des Auslaufs mit einer Höhe von mindestens 150 cm angeraten. Zusätzlich können die Handschwingen, das sind die langen, äußeren Federn am Flügel, 2 bis 3 cm mit der Schere gekürzt werden. Für das Huhn ist das Kürzen schmerzfrei und behindert es weiter nicht. Nur fliegen kann es danach nicht mehr.

Auch an sein Futter stellt dieses Zwerghuhn keine großen Ansprüche. Hat das Huhn genügend Auslauffläche zur Verfügung, findet es hier alles, was es zur Nahrung braucht. Dennoch freut es sich selbstverständlich immer über zusätzliches Futter in Form von Körnern oder Grünzeug.

Brutverhalten

Zwerg-New Hampshire haben nur eine mäßige Brutbereitschaft, weshalb für das Ausbrüten der Eier meistens die Kunstbrut verwendet wird. Alternativ kann man auch einer brutfreudigen Rasse die befruchteten Eier unterschieben. Obwohl die Hennen das Ausbrüten der Eier gerne anderen überlassen, ziehen sie die Küken anschließend dennoch zuverlässig auf.

Das Geschlecht der Küken kann man frühestens ab der 6. Woche erkennen, wenn sich bei den Hähnen langsam der Kamm entwickelt. Wer ganz sicher gehen will, nimmt eine Geschlechtsbestimmung erst vor, wenn die Küken drei Monate alt sind – Irrtümer jedoch noch immer nicht ganz ausgeschlossen.

Legeleistung

Die Legeleistung liegt im mittleren bis guten Bereich. Besonders fleißige Hennen können sogar bis zu 180 Eier pro Jahr legen und auch die Eiergröße mit bis zu 55 g kann sich sehen lassen.

Der Rassestandard sieht hingegen nur 140 Eier pro Jahr und ein Gewicht von 40 bis 45 g vor.

Mit der Eierproduktion beginnen diese Zwerghühner mit etwa 6 Monaten.

Fazit

Mit dem Zwerg-New Hampshire holt man sich ein angenehmes Familienmitglied in den heimischen Garten, das den Halter mit leckeren Frühstückseiern belohnt. Nicht verwunderlich also, dass diese Gattung zu den beliebtesten Zwerghuhnrassen und Haushühnern in Deutschland zählt.

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